Paartherapie
Systemische Paartherapie

Andauernder Streit, Alltagsbelastungen, erlernte Verhaltensmuster aus der eigenen Vergangenheit, tiefe Verletzungen, sowie die Herausforderungen welche eine Elternschaft mit sich bringt, können die Paarbeziehung belasten und nahezu zerstören. Wertschätzung und Aufmerksamkeit gegenüber dem Partner sind oft nicht mehr vorhanden. Unterschiedliche sexuelle Wünsche und Erwartungen an den Partner verhärten die Fronten und ein konstruktiver Dialog ist nicht mehr möglich. Wenn Paare streiten geht es oft nicht um das initiale Thema. Auslöser und Ursache werden gleichgesetzt, gleichwohl dabei zu bedenken wäre, dass hinter den Streitthemen tiefere Lebensfragen der einzelnen Partner liegen, die es aufzuarbeiten gilt. Streit kann eine Regulation von Distanz und Nähe sein, Distanz schafft in der Regel Respekt, welcher in einer Paarbeziehung im Laufe der Jahre oft immer weniger gelebt wurde. 

Oft wird dadurch eine neue Phase der Beziehung eingeleitet, in welcher Dinge neu geordnet, verändert und bewertet werden müssen. Mit Unterstützung des Therapeuten können gemeinsame neue Ziele, Vereinbarungen und Umgangsformen erarbeitet werden. Die Therapie kann helfen die Ursachen für Konflikte offen zu legen. Eine neutrale dritte Person ermöglicht einen konstruktiven Umgang, so dass eine Annäherung der Partner, ein Perspektivwechsel und eine wegweisendere Form der Kommunikation entstehen kann.

Sexuelle Außenbeziehungen (z.B. Prostitutionskontakte, Internetkontakte, Affären) sind aufregend und zerstörerisch zugleich. Das bekannt werden der Außenbeziehung eines Partners/einer Partnerin führt meist zu einer akuten Krise in der Paarbeziehung. Begeisterung, Unentschlossenheit, Scham und Lüge stehen dann ebenso im Raum wie tiefe Kränkung, Eifersucht und Misstrauen. Meist gestaltet es sich schwierig, im Chaos der Emotionen herauszufinden, wie es weitergehen soll. Häufig werden solche Themen mit engen Freunden oder Freundinnen besprochen jedoch sind hierbei nicht selten, Überforderungen, subjektive Haltungen und Loyalitätskonflikte zu verzeichnen. Dies spricht für eine Thematisierung mit Außenstehenden dritten.

Eine paartherapeutische bzw. sexualtherapeutische Begleitung kann dabei unterstützen, die Situation erstmal zu beruhigen, um dann nach möglichen Auswegen aus der Krise suchen zu können. 

Das Therapieangebot richtet sich an:

  • Paare, deren Beziehung durch eine bekannt gewordene Affäre gefährdet sind
  • Einzelne, die mit dem Gedanken der Aufdeckung einer Affäre spielen
  • Affärenpartner, die unter der Verheimlichung der Beziehung leiden
  • Affärenpartner denen es schwer fällt, sich wieder aus einer „heimlichen Beziehung“ zu lösen
  • Affärenpaare, die darüber nachdenken, sich fest zu binden und deshalb ihre Beziehung mit allen Konsequenzen offenlegen möchten
Trennungsberatung

Nicht immer ist es möglich den Weg als Paar weiterzugehen. Im neutralen Rahmen kann hier die Trennung als Möglichkeit besprochen und gegebenenfalls mit begleitet werden. Besonders wenn gemeinsame Kinder im Lebensmittelpunkt stehen und diese ohnehin oft unter den Streitigkeiten der Eltern leiden, sollte im Falle einer endgültigen Trennung vermieden werden, Kinder diesen enormen Belastungen auszusetzen.

Der Therapeut kann hierbei unterstützen und begleiten. Gemeinsam mit dem Therapeuten können Strategien erarbeitet werden, so dass das Paar, die Kinder und die Eltern möglichst schonend durch diese Zeiten des Umbruchs, und der Neuorientierung kommen.

Unkonventionelle Beziehungen
Unkonventionelle Beziehungen

In der Liebe gibt es kein richtig oder falsch. Für Paare können sich neue Möglichkeiten ergeben, wenn sie ihre Beziehung auch für „Außengefühle“ öffnen dürfen, manche Partner halten es nicht aus, nur darüber nachzudenken, und manchen kommt dieser Gedanke nie, da sie sich gegenseitig wirklich genug sind.

Eine wichtige Frage ist also, ob das Paar monogam leben kann oder fremde Haut einen gewissen Reiz ausüben darf. In einer Partnerschaft wird seltenst diese Thematik offen angesprochen oder gar eine individuell stimmige Antwort erarbeitet. Mein Coachingangebot richtet sich an Paare, welche sich damit beschäftigen, ihre Beziehung zu öffnen oder schon in einer solchen Beziehung leben; diese reflektieren möchten und die damit verbundenen Probleme gemeinsam mit therapeutischer Unterstützung lösen wollen.

Unkonventionelle Beziehungen wie Polyamorie, offene Beziehungen und Dreiecksbeziehungen, widersprechen gängigen Moralvorstellungen und die Gesellschaft steht dem misstrauisch gegenüber. Aus vielen meinen therapeutischen Gesprächen heraus manifestierte sich der Eindruck, dass es immer mehr Menschen gibt, die die Erfüllung in einer divergenten Form von Liebe suchen, welche anders und frei ist, mit Schmerz und Glück, unabhängig davon, ob Sie Familie haben oder kinderlos sind.

Sexuelle Wünsche sehen viele in ihrer Partnerschaft nicht erfüllt. Aus dem Wunsch zur Monogamie resultieren leider oft Lügen, Betrug, Verletzungen und Trennungen. Gesamtgesellschaftlich sind sich die meisten Menschen dieser Problematiken bewusst, jedoch ist es nahezu unmöglich, dies in einem geschützten, neutralen Rahmen zu thematisieren. Freiheit ist ein großes Bedürfnis unserer Zeit, aber Freiheit kann auch zu Verletzungen, Eifersucht, zu Orientierungs- und Sinnlosigkeit führen. Besonders emotionale und sexuelle Freiheit ziehen ihre eigenen Formen des Leides nach sich.

Sich im systemischen Kontext eigene Prägungen der Herkunftsfamilie bewusst zu machen, kann unterstützen, den Selbstwert zu steigern, Befürchtungen und Eifersucht abzubauen und den Mut zur Freiheit aufzubringen.

Ein Beziehungscoaching bietet dem Paar die Möglichkeit mit einer unvoreingenommenen Person Alternativen zu besprechen, sowie Wünsche und Erwartungen zu erarbeiten. Der Therapeut kann das Paar unterstützen, Freiheiten zu nutzen, Ängste abzubauen und den Mut zu generieren, gemeinsam mit dem Partner neue Regeln zu erstellen, was ein Paar oft näher zueinander bringt. Das alles kann eine Form der Liebe sein.