Systemische Therapie
Systemische Therapie

Der Konstruktivismus ist eine Erkenntnistheorie und eine Grundsäule der systemischen Therapie. Demnach sind es nicht die Dinge oder Ereignisse die uns bewegen, sondern die Bedeutung, die wir den Dingen oder den Ereignissen geben. In dieser Hinsicht gibt es keine Wahrheit, sondern nur Verantwortung für das eigene Denken und Handeln. Systemische Therapie unterstützt den Klienten die gewünschte Situation incl. des Gefühlszustandes herbeizuführen. Jedoch ist die Frage: Was wünsche ich mir, was will ich eigentlich, nicht so banal wie es sich anhört. Viele Faktoren des Systems in dem man sich befindet, spielen dabei eine große Rolle, wie die eigene Geschichte und auch Verpflichtungen welchen man unterliegt. Der systemische Therapeut erarbeitet mit dem Klienten Wünsche und Bedürfnisse und unterstützt die Umsetzung.

Konstruktivismus
Erzählen Verrückt Individuell
Erzählen Verrückt Individuell

Viele zwischenmenschliche Konflikte in den verschiedensten Konstellationen, entstehen oft durch ver-rückte Positionen, Rollen und Ungleichgewichte in den verschieden Beziehungs- und Familiensystemen. Jeder Mensch ist Teil eines Systems wie zum Beispiel einer Familie oder eines Paares und steht in Beziehung mit seinem System und umgekehrt. Probleme entstehen dann, wenn sich das System im Ungleichgewicht befindet und Bewegung oder Veränderung nicht mehr möglich sind. Diese Zusammenhänge mit therapeutischer Unterstützung sichtbar zu machen wird helfen, Passivität abzulegen und wieder ein Gefühl von Kontrolle zu erlangen. Allein bei einer neutralen Person, konfliktbehaftete Themen offen aussprechen zu können kann den Leidensdruck lindern und Veränderung herbeiführen. Vorhandene Fähigkeiten und Stärken von Einzelnen und von Systemen werden für die Zusammenarbeit genutzt, wobei davon ausgegangen wird, dass jede Person eine subjektiv gültige und richtige Wahrnehmung hat.   Es gibt demnach kein „richtig“ oder „falsch“. In Beratung, Therapie, Coaching oder Supervision wird den Menschen nicht gesagt, was „besser“ ist, um sie dadurch zu verändern, vielmehr gibt es das Angebot eines Raumes, in dem Veränderung auftreten kann.  Dabei werden verschiedenste Fragetechniken sowie kreative Methoden eingesetzt mit dem Ziel, neue Sichtweisen und somit Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.